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Exportkontroll-Klassifizierung (ECC) mit traide AI

Klassifiziere Dual-Use Güter mit der Hilfe von Alice!

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Verfasst von traide AI Team

Was kann die Funktion?

Mit der Exportkontroll-Klassifizierung (ECC) in traide AI kannst du prüfen, ob deine Produkte unter die EU-Dual-Use-Verordnung fallen.

Die Funktion ist direkt in die Compliance-Plattform integriert und erscheint im Klassifizierungsprozess als zusätzliche Karte „Klassifizierung (Dual-Use)“ unterhalb der Tarifierung.

Du kannst damit:

  • Produkte auf Exportkontrollpflicht prüfen

  • „Nicht gelistet“ (Negativklassifizierung) schnell dokumentieren

  • Komplexe Fälle mit Unterstützung von Alice (AI) analysieren

  • Ergebnisse inkl. Dokumentation speichern oder exportieren

Diese Funktion ist als Add-on erhältlich! Kontaktiere am besten deinen Kontakt bei traide.

Was kann Alice?

Alice prüft dein Produkt gegen die Güterlisten der Exportkontrolle und schlägt für jede Regulierung eine Einstufung vor. Du prüfst und entscheidest.
Er verändert auch die Zusammenarbeit mit Alice: Statt einer fertigen Antwort arbeitet sie jede Prüfung Schritt für Schritt mit dir durch. Sie schlägt vor, du bestätigst, korrigierst oder widersprichst, und fragt nach, wenn ihr etwas fehlt.

Alice prüft dein Produkt gegen drei Listen:

  • EU-Dual-Use-Verordnung (Verordnung (EU) 2021/821, Anhang I) — vorausgewählt, für jedes Gut relevant

  • Deutsche nationale Ergänzungen (AWV Anlage AL, Abschnitt B) — nationale Kontrollen unterhalb der EU-Schwellenwerte

  • Deutsche Militärgüterliste (AWV Anlage AL, Abschnitt A) — Waffen, Munition und Rüstungsmaterial

    Der Arbeitsbereich deckt die Güterlistenprüfung ab: die technische Einstufung deines Produkts gegen die Exportkontrolllisten.

    Nicht Teil dieser Prüfung:

    • Sanktions- und Embargoprüfung

    • Sanktionslisten- und Länderprüfung

    • Endverwendungs- und Catch-all-Prüfung

    • Ermittlung der Genehmigungspflicht

    Jede Regulierung erhält eigene Einstufung, Begründung und Bericht- alle aufbauend auf einem gemeinsamen Produktverständnis aus den Ressourcen des Produkts.

Wie funktioniert es?

1. Produkt öffnen

Gehe in die Compliance-Plattform und öffne ein Produkt. Die Voraussetzung ist also, dass das Produkt bereits angelegt ist.
Du findest im Schritt 2 die Karte „Klassifizierung (Dual-Use)“.


2. Erste Einschätzung treffen

Du hast mehrere Optionen:

  • Nicht gelistet: Für die meisten Produkte (schnell erledigt)

  • Manuelle Klassifizierung: Wenn du bereits sicher bist

  • Korrelation nutzen: Falls ein Zusammenhang zur Tarifierung besteht

  • Mit Alice analysieren: Für komplexe oder unklare Fälle

3. Deep Dive mit Alice starten (optional)

Klicke auf „Klassifizieren mit Alice“.
→ Es öffnet sich eine neue Ansicht (separater Tab). Dort arbeitest du in drei Bereichen:

  • Links: dein Produkt und seine Prüfungen. Zwei Tabs: Produkt (Daten und Ressourcen) und Prüfungen (Status je Regulierung: bereit, in Bearbeitung, abgeschlossen, blockiert - das Produktverständnis kommt immer zuerst). Hier wechselst du zwischen Regulierungen und siehst den Gesamtstand.

  • Mitte: der Workflow. Hier arbeitest du mit Alice an der Regulierung.

  • Rechts: Dokumente. Enthält Produktressourcen, Alices Berichte und den Quelltext jeder zitierten Listenposition, Original und Begründung erscheinen nebeneinander.

Wie läuft die Prüfung?

  1. Produkt einrichten. Macht weiter mit den Daten, die du im Tarifierungsprozess hochgeladen hast, und wähle im Tab Prüfungen unter Regulierungen aus, welche gelten. Abgewählte Regulierungen behalten ihren Fortschritt und lassen sich später wieder hinzufügen.

  2. Regulierung starten. Jede Regulierung startet einzeln. Du entscheidest, welche Prüfung wann läuft.

  3. Die Schritte mit Alice durchgehen. Je nach Regulierung ein einzelner Durchgang (die beiden deutschen Listen) oder mehrere Schritte (EU-Dual-Use: Positionssammlung → Positionsbewertung → Einstufungsbericht). Alice schlägt pro Schritt ein Ergebnis vor, du nimmst an, lehnst ab oder fragst nach; reichen die Produktdaten nicht, fragt sie dich. Jedes Feld bleibt jederzeit von Hand bearbeitbar.

  4. Das Ergebnis wachsen sehen. Ein offener Vorschlag erscheint als blau umrandete Karte. Blau heißt: wartet auf dich. Nimmst du an, wird sie grau, und der Wert erscheint in der Compliance-Akte links als Haken statt blauem Ring. So bleibt der Stand immer sichtbar statt im Chatverlauf vergraben. Festgehalten wird nur, was du freigegeben oder selbst eingetragen hast. Einstufung und Verantwortung bleiben bei dir.

  5. Abschließen und weitergehen. Ist eine Regulierung fertig, führt dich die Leiste unten weiter zur nächsten Regulierung, zum Ergebnis oder zu einer Rückfrage. Sind alle fertig, erscheint Alle Regulierungen abgeschlossen.

  6. Jederzeit neu anfangen. Über das Menü der Regulierung kannst du jederzeit Ergebnis oder Workflow zurücksetzen nur während Alice aktiv arbeitet, ist die Option ausgeblendet.

Was mit dem Ergebnis passiert

Speichern musst du nichts extra: Ein angenommener Vorschlag wird sofort ins Produkt auf der Plattform zurückgeschrieben -scheitert das, scheitert auch das Annehmen.

Auf der Plattform stehen Güterlistennummer und Begründung; die ausführliche Herleitung bleibt hier im Arbeitsbereich.

Abgeschlossene Regulierungen kannst du zusätzlich als PDF herunterladen über PDF in der dritte Schritte.


Alice als ein zweites Augenpaar, kein Ersatz

Alice durchsucht für jede Prüfung die vollständige Güterliste und formuliert die Begründung direkt mit, nach demselben Verfahren, jedes Mal. So fließt deine Zeit in die Entscheidung statt ins Nachschlagen. Weil sie vorschlägt und du entscheidest, durchläuft jedes Ergebnis das Vier-Augen-Prinzip: Sie liefert vollständige Listenabdeckung, du das Produktwissen und regulatorische Urteil, zusammen belastbarer als jeder allein.

Trotzdem kann sie sich irren, eine Position übersehen, falsch lesen oder eine Nummer vorschlagen, die nicht standhält. Behandle jeden Vorschlag als Entwurf, nicht als fertige Antwort:

  • Lies die zitierte Listenposition in Dokumente und gleiche sie selbst mit dem Produkt ab.

  • Prüfe, ob die Begründung zu den Produktdaten passt, nicht nur plausibel klingt. Gilt auch fürs gemeinsame Produktverständnis.

  • Wenn sie dich etwas fragt, antworte aus der Produktdokumentation, nicht aus dem Gedächtnis.

Die Funktion ist für Fachleute der Exportkontrolle gebaut: Sie beschleunigt die Arbeit, ersetzt aber nicht das Wissen. Wer ein Ergebnis freigibt, sollte es auch ohne Alice vertreten können, intern wie gegenüber Behörden.

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